Fresko-Malerei
„Fresco“ (italienisch) bedeutet „frisch“. Als Fresko bezeichnet man ein mit wassergelösten Pigmenten in frischen Kalkputz gemaltes Wandbild. Beim Abbinden des Putzes karbonatisieren (versteinern) die Pigmente zusammen mit dem Untergrund, so dass sich die Malschicht nicht mehr von der Putzschicht trennen lässt – es sei denn, ein Restaurator nimmt das Fresko in einem aufwändigen Verfahren von der Wand ab. Fresko ist eine anspruchsvolle handwerklich-künstlerische Disziplin, die vor Ort ausgeführt werden muss, vom Verputzen der Wand in mehreren Schichten bis zum Aufbringen der Malerei. Das Malen erfolgt mit kalkechten Pigmenten, die in Sinterwasser eingerührt werden, in den feuchten Putz, wofür nur ein enges Zeitfenster zur Verfügung steht („Tagwerke“). Kalkfresken haben einen unnachahmlichen Lüster. An Fassaden ist ihre viel gerühmte Beständigkeit u.a. durch Sauren Regen stark gefährdet.
Die Malerei mit Acryl- oder Temperafarben ist immer eine Secco-Malerei (secco = trocken), bei der der Untergrund (Gips-Kunststoff-Putz, grundierte Leinwand, grundierte Malplatte etc.) bereits abgebunden hat. Wandmalereien auf Gipsputz oder auf Tapetenbahnen und jegliche Bilder auf Leinwand sind prinzipiell keine Fresken, auch wenn sie als solche verkauft werden! Und „Fresko-Seminare“ entpuppen sich oft als Malkurse mit Acrylfarben, bei denen antike Motive kopiert werden.
Im Gegensatz dazu bietet Atelier Benad auch echte Fresko-Malerei an, wobei wir mit kompetenten Putzern bzw. Stuckateuren zusammenarbeiten.





