Farbgestaltung Innenraum

Die richtige Farbe kostet nicht mehr als die falsche,
schafft aber viel mehr Lebensqualität.


Mehrwert durch Farbgestaltung

Grundlage einer jeden Planung ist die Zieldefinition. Mit dem Auftraggeber wird abgestimmt:

  • Was soll durch Farbgestaltung erreicht werden? Welches Ziel wird verfolgt?
  • Welcher nachprüfbare Nutzen entsteht durch systematische Farbenplanung für den Bauherrn?

Architektonischer Raum

Durch Farbgebung interpretieren wir architektonische Strukturen, Proportionen und Materialien.
Im Idealfall bekräftigen wir dadurch die vorhandenen Strukturen und machen sie - unter Berücksichtigung von Belichtung und Beleuchtung - leichter lesbar. Wir inszenieren Materialien und Oberflächen entsprechend ihrer Wertigkeit.
Ungünstige Vorgaben wie beispielsweise zu niedrige Decken, zu lange Korridore, bauliche Härten oder ein Übermaß an formaler Unruhe werden von uns durch Farbgebung für die Empfindung korrigiert. So erzeugen wir eine  optimale Wechselwirkung von Farbe, Material, Proportion, Licht und Raumgefühl.

Unterstreichen der horizontalen Raumachse
Betonen der vertikalen Ausrichtung (Entwurf und Visualisierung: Jürgen Opitz)

Funktionalität und Ergonomie

Von der Bauwerkserschließung (Orientierung im Gebäude), über die Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität bis hin zu Fragen der Arbeitsplatzgestaltung und visuellen Ergonomie schaffen wir durch Farbgestaltung visuell optimale Rahmenbedingungen für eine produktive Raumnutzung, sei es als Arztpraxis, Büro, Kindergarten, Industriearbeitsplatz, Pflegeheim oder Kantine.
So beeinflusst die Farbumgebung beispielsweise Bewegungsbereitschaft, Spannkraft und Aufmerksamkeit, vermittelt zwischen Umweltwahrnehmung und Selbstwahrnehmung und arbeitet subtil mit dem Wechselspiel zwischen bewussten und unterschwelligen Erlebnisinhalten.
Grundlagen unserer Planung sind ausführliche Analysen zur Nutzungsart, zur Verweildauer und zur Charakteristik der jeweiligen Nutzergruppe, auch im Hinblick auf Alter, Sehgewohnheiten und eventuelle Einschränkungen.

Die Patientenzimmer sind im Bezug auf Farbwirkung und Kontrast für lange Verweildauer konzipiert.
Die hier gezeigten Farbkombinationen werden von sehr vielen Menschen als positiv erlebt.
Im therapeutischen Kontext kann durchaus eine frische, kühlende Stimmung gewünscht werden. (Entwurf und Visualisierung Jürgen Opitz)

Stimmung und Atmosphäre

Die Atmosphäre eines Raums hängt zum großen Teil mit seiner Farbigkeit zusammen.

  • Zunächst erfassen wir die gewünschte Raumstimmung differenziert anhand von Anmutungsprofilen, die im Bezug auf die Nutzergruppe entwickelt werden.
  • Im zweiten Schritt übersetzen wir die gesuchten Stimmungsbilder in Farbklänge, wobei wir profunde Kenntnisse der Farbpsychologie und Kulturgeschichte einbeziehen. Vor allem für Sport- und Freizeiteinrichtungen und im Hotel- und Gastronomiegewerbe, zum Teil auch im Privatbereich, liegt der Gestaltungsschwerpunkt auf dem Erzeugen farbiger Anmutungswelten.
Studie zur Anmutungsqualität eines Hotelzimmers, dessen Stimmung bei gleicher Einrichtung allein durch das Farbdesign eindeutig definiert wird.
Die Anmutung "Tagungshotel" (links) vermittelt Eigenschaften wie freilassend, komfortabel, klar strukturiert, diskret. "Romantische" Interieurs (mitte) leben vom "kuscheligen Luxus" mit Bezug zur Tradition..
Innenräume mit Design-Anspruch (rechts) verfolgen eine "konsequent-ausgefallene" Linie, die Erlebnisqualitäten des Ungewöhnlichen und Extravaganten sowie kreative Stilsicherheit abbildet.

Stil und Repräsentation

Unter Stil wird die spezielle Art und Weise verstanden, wie alle Elemente ausgewählt und arrangiert sind. Vor allem im Privatbereich kann gewünscht sein, dass die Räume die persönliche Handschrift eines individuellen Nutzers repräsentieren. Räume mit wechselnden Nutzergruppen lassen sich bevorzugt im Stil einer Epoche, Region oder gesellschaftlichen Gruppe inszenieren. Hier ist der Übergang zu sogenannten Trend- und Erlebniswelten fließend.