Farbpsychologie
Wie Farben wirken, was sie "ausdrücken", ob man mit ihnen heilen oder krankmachen, stärken oder schwächen kann - das sind Fragen, die nicht nur Spezialisten diskutieren, sondern die viele Menschen interessieren. Dabei sind die Methoden, mit denen Kenntnisse über Farben erreicht werden, ganz unterschiedlich. Zwischen den verobjektivierten Statistiken wissenschaftlicher Forschungen einerseits (z.B. aus den Bereichen Wahrnehmungspsychologie, Präferenzforschung, Psychophysik), und subjektiven Spekulationen, die nur schwer von anderen nachzuvollziehen sind anderrerseits, ist Platz für ein ganzes Spektrum persönlicher Aneignungen.
Ob Künstler oder Werbefachmann, Kulturhistoriker, Biologe oder Webdesigner - jeder hat seinen eigenen Zugang zur "Psycholgie der Farben". Dabei ist der Begriff Farbpsychologie eher umgangsspachlich definiert, und über seine Inhalte, Forschungsziele und -Methoden gehen die Ansichten auseinander.
Als Anregung zur Diskussion über die Frage "Wie Farben wirken" stellen wir hier drei Auszüge aus Büchern von Ursula und Martin Benad zur Verfügung.
"Die weiße Wand" setzt sich in 7 kritischen Anmerkungen mit der Auffassung auseinander, weiße Wände seien "neutrale" Wände.
"Der Grüne Kompass" gruppiert verschiedene Grüntöne zu einem Tableau, das sich an Anmutungsqualitäten orientiert. Es regt dazu an, durch die Suche nach Ordnungen, die sich aus deam Phänomen Farbe wie von allein ergeben, eigene Farberfahrungen in eine "lesbare" Form zu bringen. Auch der "Grüne Kompass" ist dem Buch "Farbgestaltung" von Martin Benad entnommen
"10 komplementäre Farbenpaare" befindet sich im Buch "Farbe mobil" auf den Seiten 40 bis 43. Die kurz und prägnant gehaltene Charakterisierung von 10 komplementären Farbenpaaren faßt umfangreiche Recherchen zum "Wesen der Farben" zusammen.